In diesem Kontext fand unser Seminar Demokratische Teilhabe durch Arbeitswelt und Ausbildung mit insgesamt 30 Teilnehmer*innen statt. Im Seminarraum beschäftigte sich die Gruppe mit dem zentralen Punkt, dass Demokratie nicht nur in Parlamenten oder bei Wahlen erlebt wird. Sie zeigt sich auch im Alltag – in der Schule, in der Ausbildung, am Arbeitsplatz und in unseren Gemeinschaften. Gerade für junge Menschen sind Arbeitswelt und Ausbildung oft die ersten Orte, an denen sie Mitbestimmung, Verantwortung, Vielfalt, Anerkennung, aber auch Ausgrenzung und Ungleichbehandlung erfahren.
Viele junge Menschen stehen heute vor großen Herausforderungen: Unsichere Zukunftsperspektiven, Diskriminierung, Rassismus, gesellschaftliche Polarisierung und die tiefgreifenden Veränderungen der Arbeitswelt durch Digitalisierung und Künstliche Intelligenz. Gleichzeitig kennen viele ihre Rechte am Arbeitsplatz nicht ausreichend und haben nur wenige Möglichkeiten, sich aktiv an der Gestaltung ihrer Arbeits- und Lebenswelt zu beteiligen.
Im Seminar wurden junge Menschen im Alter von 18 bis 25 Jahren aus Nordrhein-Westfalen dabei unterstützt, ihre Rechte zu kennen, Diskriminierung entgegenzutreten, Verantwortung zu übernehmen und demokratische Werte in ihrem Alltag zu leben. Dabei erarbeiteten sie mit interaktiven und künstlerischen Methoden eigene Workshop-Konzepte: Eine der Methoden ermöglichte den Teilnehmer*innen auf Leinwand ihre persönlichen Ideen zur Utopie einer diskriminierungsfreien Arbeitswelt festzuhalten. Den Einsatz dieser Methode probierten sie im Anschluss an die Arbeit im Seminarraum mit den Besucher*innen auf dem Festivalgelände aus und baten diese, ihre eigenen Visionen als Bild festzuhalten.