Home / Kooperieren / Projekte / Arbeitsmigration fair begleiten

Arbeitsmigration fair begleiten

Das Projekt „Arbeitsmigration fair begleiten“ von Arbeit und Leben NRW ist ein Online-Angebot und wird wirken, wo wir die meisten Arbeitssuchenden ausgemacht haben: auf Social Media Plattformen wie Facebook & Co., aber nicht nur dort.

Projektkoordinator*innen

Traian Danciu
Bildungsreferent
Email: danciu@arbeitundleben.nrw
Telefon: +49 151 25001832
Elena Dumitru
Bildungsreferentin
Email: dumitru@arbeitundleben.nrw
Telefon: +49 170 5546253
Polina Aschermann
Bildungsreferentin
Email: aschermann@arbeitundleben.nrw
Telefon: 01514 6390663
Christian Pinnes
Bildungsreferent
Email: pinnes@arbeitundleben.nrw
Telefon: +49 151 72883398

Arbeitsmigration

Arbeitsmigration ist kein neues Phänomen, weder weltweit noch in Deutschland! Menschen sind schon immer in Regionen, die wirtschaftlich besser entwickelt waren als ihre Herkunftsregionen migriert, auf der Suche nach Arbeit und einem besseren Leben – das beschreibt grob Arbeitsmigration. In Deutschland wurden Arbeitsmigrant*innen unterschiedlich benannt, je nach historischem Zusammenhang: von „Fremdarbeiter“, „Gastarbeiter“, „ausländischer Arbeitnehmer“, „Wanderarbeitnehmer“ bis zum „Arbeitsemigrant“.

Heute wird Arbeitsmigration innerhalb der Europäischen Union als „grenzübergreifende Arbeitskräftemobilität“ beschrieben. Da innerhalb der EU die Freizügigkeit gilt, wurden Regeln geschaffen, die die EU-Binnenmigration erleichtern. Für Deutschland bedeutet es: die Migration ausländischer Arbeitnehmer*innen in den deutschen Arbeitsmarkt. Laut „BMI“ gehört Deutschland „zu den Ländern mit den geringsten Beschränkungen für die Zuwanderung von Fachkräften“

All das bedeutet aber nicht, dass die Arbeitsmigrant*innen aus dem EU-Ausland, obwohl ihnen die aufnehmenden Staaten die gleichen Rechte gewähren sollten, vor der Gefahr der Ausbeutung umfassend geschützt sind.

In den letzten Jahren kamen die meisten Arbeitsmigrant*innen in Deutschland aus den osteuropäischen Staaten der EU, vorwiegend aus Rumänien und Bulgarien.

Projektbeschreibung

Arbeitsausbeutung ist bis heute eines der problematischsten Aspekte der „grenzübergreifenden Mobilität“, trotz Gesetzen und EU-weiten Regelungen. Die Formen und Gründe der Ausbeutung sind vielfältig. Die Erfahrung zeigt, dass viele Ausbeutungsaspekte, mit denen sich rumänische und bulgarische Arbeitnehmer*innen in Deutschland konfrontiert sehen, vermeidbar wären, wenn die Betroffenen schon als Arbeitssuchende bereits in deren Heimatländern über Ihre Möglichkeiten und Rechte aufgeklärt werden.

In diesem Sinne hat das Land NRW ein Modellprojekt auf den Weg gebracht zur Förderung der fairen Anwerbung von Beschäftigten aus Ost- und Südosteuropa für die Fleischindustrie, aber nicht nur.  

Das Projekt „Arbeitsmigration fair begleiten“ von Arbeit und Leben NRW ist ein Online-Angebot und wird wirken, wo wir die meisten Arbeitssuchenden ausgemacht haben: auf Social Media Plattformen wie Facebook & Co., aber nicht nur dort.

Warum ein Social-Media-Angebot?

Nachdem der Einsatz von Subunternehmen in der Fleischindustrie stark eingeschränkt wurde, läuft die Anwerbung von Arbeitskräften in Rumänien wie auch in Bulgarien hauptsächlich online oder über Kontaktpersonen (Bekannte, Nachbarn, Freunde). Online unterwegs sind aber auch viele unseriöse Arbeitsvermittler*innen, die Arbeitswillige mit zum Teil betrügerischen Methoden rekrutieren. So beobachten wir, dass offizielle Stellen in der Regel kaum in den Prozess der Anwerbung eingebunden sind. Dadurch entstehen intransparente und häufig mafiöse Strukturen, die Ausbeutung und prekäre Beschäftigung nach sich ziehen. Diese Strukturen bestehen überwiegend in der Fleischindustrie, aber auch in anderen Branchen, wie zum Beispiel in der Saisonarbeit in der Landwirtschaft.

 

Das Projekt wird faire und transparente Anwerbeverfahren durch die Nutzung vorhandener Strukturen deutscher und europäischer Arbeitsvermittlungen (EURES-Netzwerk) und die Einbindung der Arbeitsverwaltungen in den Herkunftsländern etablieren. Dabei haben wir die Zusammenarbeit mit Strukturen aus Rumänien und Bulgarien im Blick.

Ein zentrales Ziel unseres Projekts ist die Schaffung fairer Arbeits- und Lebensbedingungen in Nordrhein-Westfalen.

Wer wir sind

Deine Ansprechpartner sind wir: Polina, Elena, Cristian und Traian von Arbeit und Leben NRW!

Unser Wirkungsraum sind hauptsächlich Social-Media-Plattformen. Dort wollen wir Arbeitssuchenden mit Rat und Tat zur Seite stehen. Das heißt, diese schon in ihrem Heimatland bei der Arbeitssuche zu begleiten, so dass sie einen fairen Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt finden.

Was leistet das Projekt?

- Wir informieren und, falls nötig, begleiten wir Arbeitssuchende schritt-weise bei ihrer Suche nach legalen und fairen Wegen in den deutschen Arbeitsmarkt.


Wir werden keinen Arbeitsplatz für sie suchen oder finden können, aber wir werden sie beraten, wie sie den möglichst besten für sich finden können.


- Wir helfen ihnen dabei, sich direkt bei Unternehmen zu bewerben, oder können sie auf Arbeitsvermittlungen hinweisen, die vom rumänischen, bzw., bulgarischen Arbeitsministerium, von den Arbeitsagenturen aus Deutschland oder der EU, empfohlen werden.


Wir helfen ihnen, die Erfordernisse dieser Angebote besser zu verstehen und ihnen, soweit unsere Kapazität das erlaubt, auch bei der Bewerbung zur Sei-te stehen. Gerade wenn sie der deutschen Sprache nicht mächtig sind, helfen wir ihnen gerne.


Wir werden sie ebenso über ihre Pflichten und Rechte als Arbeitsuchende und später als Arbeitnehmer*in aufklären.


Wir machen ihnen von Anfang an klar, dass sie nicht allein gelassen werden! Wir begleiten sie auf dem Weg in den deutschen Arbeitsmarkt und wir wer-den ihnen andere Hilfsangebote vermitteln, die Ihnen auch später bei Prob-lemen helfen, die ihnen als Arbeitnehmer*innen in Deutschland begegnen können.


Wir ermutigen sie, unsere Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn sie Unsicher-heiten. Fragen oder die Sorge haben, betrogen oder ausgebeutet zu werden!
Aber vor allem sind wir für sie da, um eine Reihe von Problemen zu ver-meiden, die durch schlechte Entscheidungen schon bei der Arbeitssuche entstehen könnten.
Unser Hilfsangebot ist online, kostenlos, anonym und unkompliziert. Sie können  mit uns Kontakt aufnehmen, in dem sie uns eine E-Mail schreiben, sich über unsere Facebook-Seite direkt an uns wenden, per Messenger, Whatsapp oder Viber (für Bulgarien). Das können sie schriftlich oder mündlich tun, über die Telefonoption von Facebook, Whatsapp oder Viber oder per Email: amfb@arbeitundleben.nrw

 

 

 

Weitere Inhalte

FAQ (häufige Fragen)

Hintergrund und Rahmendaten