VERBINDLICHKEITEN SCHAFFEN
Im Unterschied zu den anderen Kooperationen haben die Stiftung Berliner Mauer (mit Fokus auf die Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde sowie die Gedenkstätte Berliner Mauer) und die vhs Berlin nicht sofort ein gemeinsames Programm entwickelt. Stattdessen haben sie zuerst überlegt, welche Entscheidungen wichtig sind, damit sie nachhaltig und langfristig zusammenarbeiten können. Sie nahmen die über das Projekt initiierten Gespräche
und Workshops als Anlass, die Strukturen der jeweils anderen Institution besser kennenzulernen und zu verstehen.
Eine zentrale Erkenntnis war, dass es einen Kooperationsvertrag braucht, um gemeinsame Interessen zu verdeutlichen und nachhaltig zu verankern. Über einen Kooperationsvertrag kann man auch kostenlose Angebote für vhs-Kurse ermöglichen. Zudem wurde geplant, wie von Museumsseite die Ansprache zu
vhs-Kursleitungen besser gelingen kann, damit diese vermehrt mit ihren Kursteilnehmenden
Museumsangebote wahrnehmen. Angebote müssen einfach und verständlich dargestellt werden sowie die positiven Auswirkungen für die Lernenden aufzeigen. Die Stiftung verfügt über eine große Expertise und Empathie in der Arbeit mit Sprachlerngruppen, einer traumasensiblen Betreuung und Vermittlung von antirassistischen Botschaften. Eine Exkursion ins Museum stärkt daher nicht nur auf sprachlicher, sondern auch auf persönlicher Ebene. Mit dem Angebot „Deutsch lernen und Geschichte entdecken“ das Sprachlernund
anderen Bildungsgruppen hilft, ein Sprechen über Flucht und Migration zu erleichtern und manche, komplizierte Wörter zu verstehen, soll als Regelangebot gebucht werden können. Es gelingt im Klassenzimmer, als auch vor Ort im Museum.
Die Stiftung möchte zudem den persönlichen Kontakt zur vhs pflegen und z.B.
vhs-Fachbereichsleitungen und Lehrkräfte zu Multiplikator*innenworkshops
einladen. Nur über einen stetigen Austausch kann das Tandem weiter wachsen.