Home / Kooperieren / Projekte / Raus mit der Sprache

Raus mit der Sprache

Ein bundesweites Modellprojekt zum Ankommen in der Stadtgesellschaft und zur interkulturellen Öffnung von Kultureinrichtungen als Beitrag zur interkulturellen Integration.

Projektkoordinator*innen

Gabriela Schmitt
Bildungsreferentin
Email: schmitt@arbeitundleben.nrw
Telefon: 0211 - 938 00 22
Mobil: 0160-90192784
Fax: 0211 - 938 00 28
Veronika Hähner
Bildungsreferentin
Email: haehner@arbeitundleben.nrw
Telefon: 0211 - 938 00 42
Mobil: 0171-6954365
Fax: 0211 - 938 00 28

Potentiale der Zusammenarbeit zwischen Museen und Volkshochschulen in der diversitätsorientierten Öffnung

28. März 2022 von 11 bis 18 Uhr in der Zitadelle Spandau (verschoben vom 7. März 2022)


Sehr herzlich möchten wir Verteter*innen von Museen und Volkshochschulen zur Regionalkonferenz „Gemeinsam mehr erreichen. Potentiale der Zusammenarbeit zwischen Museen und Volkshochschulen“ einladen, die am 28. März 2022 in der Zitadelle Spandau in stattfinden wird.
Museen sowie Volkshochschulen sind wichtige Akteure in unseren Gemeinden, Städten, Bezirken und Kiezen. Um möglichst vielen Menschen die Teilhabe an Kultur und Bildung zu ermöglichen, haben sie sich auf den Weg gemacht, sich der diversen Gesellschaft gegenüber zu öffnen – in ihren Programmen, mit Blick auf ihr Personal und ihr Publikum. Trotz räumlicher Nähe sowie gemeinsamer Ziele und Bezugsgruppen arbeiten sie in der Regel jedoch eher neben- als miteinander.
Hier setzt das Projekt "Raus mit der Sprache – Rein in die Stadt" an.  Das Modellprojekt macht auf das Potential verstärkter Kollaborationen aufmerksam. Volkshochschulen gehören zu den wichtigsten Träger*innen von Orientierungs-, Integrations- und Sprachkursen und bringen ein diverses Publikum mit; Museen bewahren und vermitteln das kulturelle Erbe aller und bieten mit ihren Objekten verschiedenste Gesprächsanlässe. Sie sind Orte des Dialogs, der Auseinandersetzung und Verständigung jenseits formaler Lernkontexte. Diese Kräfte zu bündeln, unterschiedliche Kompetenzen und Ressourcen gemeinsam zu nutzen und voneinander zu lernen – davon profitieren beide Einrichtungen und vor allem das Publikum.
Ziel ist es, sich kennenzulernen, auszutauschen sowie gemeinsam Chancen, Ideen und Herausforderungen der Zusammenarbeit auszuloten. Die Veranstaltung ist angelehnt an die Methode des Design Thinkings konzipiert.
Die Veranstaltung war ursprünglich für den 7. März 2022 geplant und wurde pandemiebedingt auf den 28. März 2022 verschoben.

Anmeldung

 

Projektbeschreibung

Nach einer Phase gemeinsamer Konzeption startete im Herbst 2020 das dreijährige bundesweite Projekt Raus mit der Sprache – Rein in die Stadt! in Kooperation mit dem Deutschen Volkshochschulverband, mit seinen beiden bundesweit organisierten Arbeitskreisen "Sprachen" und "Kultur" sowie dem Deutschen Museumsbund, mit seinem bundesweit organisierten Arbeitskreis "Migration".

In dem Modellprojekt möchten wir gemeinsam mit Volkshochschulen und Museen neue Wege der kulturellen Öffnung und des interkulturellen Dialoges gehen, um die gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe Aller, insbesondere aber von Neu- und Altzugewanderten in der Stadtgesellschaft, zu erhöhen.

Doch wie können wir positive Beispiele interkultureller Integration entwickeln?

Dabei sind Einrichtungen der kulturellen Vermittlung und Rezeption gefragt, begleitet durch uns, auf die Suche eines regionalen Tandem-Partners zu gehen.

Die Erfahrung zeigt, dass Menschen, die an Integrationskursen der Volkshochschulen teilnehmen, im Sprachlernprozess nachhaltig gute Erfolge erzielen, wenn der Prozess mit kultureller Rezeption unterstützt wird. Dabei bleibt es nicht allein beim Sprachlernprozess. Integration gelingt am besten, wenn für Menschen eine Teilhabe und Mitgestaltung am gesellschaftlichen und kulturellen Leben, z.B. über Museumsguides erfolgen kann. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen zwischen jeweils zwei Einrichtungen auf lokaler Ebene „Bündnisse für Teilhabe“ (Tandems) etabliert werden, die Anstoß dazu geben.

Dies soll insbesondere durch eine Brückenbildung zwischen den vhs-Sprach-, Integrations- und Orientierungskursen, die von Neu- und Altzugewanderten, Geflüchteten ebenso wie von EU-/ Drittstaatsangehörigen besucht werden, sowie dem Angebot von Museen erreicht werden.

Ausgangssituation - Kulturelle Teilhabe in der Stadtgesellschaft fördern

Das vorliegende Projekt möchte neue Perspektiven für die Kooperation von Museen und Volkshochschulen in der kulturellen Bildung aufzeigen. Einen zentralen Ausgangspunkt hierfür bildet die Überlegung, dass das Museum einen sozialen Ort bildet, in dem kulturelle Bildung auf neue, kreative Weise möglich wird. In kaum einer Kultureinrichtung finden sich so viele konkrete Anknüpfungspunkte für Phänomene wie Fremdheit, Ankommen, Heimat, kulturelle Identität und Grenzüberschreitung, etc. wie in deutschen Museen. Zugleich verstehen sich auch die Volkshochschulen traditionell als Orte inter-/ transkultureller Verständigung. Aus der Tatsache, dass sie mit knapp 35% Gesamtträgeranteil der gewichtigste Partner des Bundesamts für Migration (BAMF) bei Integrationskursen sind, ergeben sich vielfältige (Anschluss-) Chancen für kulturelle Bildungsmaßnahmen. Dabei können die Brückenangebote zwischen Volkshochschulen und Museen - je nach inhaltlicher Schwerpunktsetzung - sowohl an den Sprachkursen als auch an den hierauf aufbauenden (historisch-politischen) Orientierungskursteil des Integrationskurses angebunden werden.

Seien sie dabei!

Wir haben bereits Interessenbekundungen von Volkshochschulen und Museen aus den unterschiedlichsten Regionen Deutschlands erhalten. Je mehr wir werden, desto mehr Ideen und Expertise können geteilt werden.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Bestehen in Ihrer Einrichtung schon Tandems die weiterentwickelt werden können? Haben Sie Fragen? Dann kommen Sie doch mit uns in ein erstes Gespräch.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen, Interessenbekundungen sowie auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit!

Ihr AuL-NRW Team

Projektrahmen

Laufzeit: 3 Jahre (2021-2023)

Zielgruppe:       

-          Teilnehmende von Sprach-, Integrations- und Orientierungskursen

-          Leiter*innen und Mitarbeitende von Museen, Volkshochschulen und weiteren Einrichtungen der

           kulturellen Vermittlung und Rezeption

-          Lokale Migrant*innenorganisationen

-          Akteure ähnlicher Ansätze

-          Die Stadtgesellschaft