Fachtagung für Betriebsrätinnen, Personalrätinnen und andere Interessenvertreterinnen
Arbeitsbedingungen, Schutzstandards und Bewertungsmaßstäbe orientieren sich bis heute vielfach an männlich geprägten Belastungsprofilen und Gesundheitsdaten. Doch was bedeutet es für die Gesundheit von Frauen, wenn der „durchschnittliche Mann“ noch immer als (un)ausgesprochene Norm in Arbeitsmedizin, Arbeitsschutz und betrieblicher Praxis fortwirkt? Brauchen wir in der Arbeitswelt geschlechtssensible Ansätze oder eine grundsätzlich stärkere Individualisierung von Prävention und Schutz?
Diese Fragen gewinnen auch politisch zunehmend an Bedeutung. So wurde auf der Arbeits- und Sozialministerkonferenz 2025 „die Notwendigkeit einer weiteren geschlechtergerechten Erforschung und Bewertung von Berufskrankheiten als Grundvoraussetzung für faire Anerkennungsverfahren und einen gleichberechtigten Zugang zu Leistungen der gesetzlichen Unfallversicherung“ betont.
Für betriebliche Interessenvertretungen stellen sich damit ganz praktische Fragen: Wo greifen bestehende Arbeitsschutzinstrumente zu kurz? Und wie lässt sich mehr Geschlechtersensibilität durchsetzen, ohne Frauen erneut auf bestimmte Tätigkeiten oder vermeintliche Schutzbedarfe festzulegen?
Die Tagung bietet Raum, diese Fragen gemeinsam aus betrieblicher, juristischer, medizinischer und arbeitspolitischer Sicht zu bearbeiten, Erfahrungen auszutauschen und Handlungsmöglichkeiten für die eigene Praxis zu entwickeln.
Die Tagung findet vom 03.12. - 04.12.2026 im NH Hotel Düsseldorf statt.
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